Bin ich hochsensibel?
Eine gute und eine schwierige.
Birgit Lehner sagt:
„Für Hoch-Sensibilität gibt es keine klare wissenschaftliche Definition.“
Manche Menschen haben
stärkere Gefühle und Wahrnehmungen als andere.
Das bedeutet:
Ihr Nerven-System ist durchlässiger.
Gerüche, Geräusche und Körper-Wahrnehmungen sind intensiver.
Auch das Denken ist anders:
Hochsensible Menschen denken mehr über sich selbst
und über ihr Handeln nach.
Lehner sagt:
„Das kann schön sein, weil man ein reiches Innenleben hat.
Aber zu viel Grübeln kann die Stimmung verschlechtern.“
Tipps zum Umgang
Der erste Schritt ist
Akzeptieren Sie, dass Sie hochsensibel sind.
Es kann helfen, mehr Pausen und guten Schlaf einzuplanen.
Hochsensible Menschen haben oft Schwierigkeiten,
sich von anderen Menschen abzugrenzen.
Lehner empfiehlt: „Teilen Sie Ihre Energie gut ein.
Wichtig ist, dass Sie nicht überreagieren.
Suchen Sie nach Orten, an die Sie sich zurückziehen können.“
Sie rät auch zum Beispiel den Medienkonsum zu reduzieren.
Also weniger Fernsehen, Radio oder Internet.
Es kann helfen,
mehr Zeit in der Natur zu verbringen und freie Nachmittage zu planen.
Wenn Ihr Kind hochsensibel ist,
sprechen Sie mit ihm darüber.
So kann Hoch-Sensibilität normal werden.
Jeder Mensch muss eigene Methoden finden,
um damit umzugehen.
Wer Hilfe braucht,
kann einen Termin bei einer Familien-Beratungsstelle vereinbaren.
Unsere Interviewpartnerin
Birgit Lehner ist Sozialarbeiterin und Psychosoziale Beraterin.
Sie arbeitet im Beratungszentrum Alleinerziehend.
Beratungszentrum Alleinerziehend
Gstöttnerhofstraße 2/1/6
4040 Linz
Website des Beratungszentrums Alleinerziehend
Das Interview wurde im Oktober 2024 durchgeführt.