Frau wandert durch Wald

Wie komme ich zu mehr Selbstliebe?

Im täglichen Hamsterrad scheint man oft gefangen von vielen Erledigungen, Menschen, die etwas von einem wollen und oft auch von der eigenen Getriebenheit. Häufig kommen dann Probleme mit Kindererziehung, Arbeit oder der Partnerschaft dazu.

Avelina Martinez-Löffler, Familien-, Erziehungs- u. Dipl. Lebensberaterin im Beratungszentrum Tirol: „Mangelnde Selbstachtsamkeit ist ein Grundthema bei fast allen Schwierigkeiten, die im Leben auftauchen. Oft sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.“ Es sei immer wieder wichtig zu hinterfragen, was man selbst braucht, um Lebenszufriedenheit und Glück zu erfahren. „Die Voraussetzung dafür ist, dass Sie innerlich ruhig werden. Maßnahmen wie negative Gedanken auszuschalten, sich von den Erwartungshaltungen der anderen so gut als möglich zu befreien und vor allem auch einmal die elektronischen Geräte auszuschalten, sind dafür nötig.“

Die in Mode gekommenen Möglichkeiten wie Meditation und Yoga seien nicht für jeden Menschen geeignet. Daher empfiehlt die Beraterin eine einfache Übung: „Gehen Sie in den Wald. Ganz alleine, ohne Handy. Versuchen Sie, zwei bis drei Stunden ganz mit sich selbst zu sein.“ So würden sich langsam alle Nebengeräusche im Kopf ausschalten lassen und man beginne, sich selbst zu spüren. „Wir sind viel zu wenig in der Stille und können dadurch immer weniger in uns hineinhorchen.“

Der nächste Schritt sei dann zu überlegen: Was tut das mit mir? Welche Gedanken kommen als erste? Verspüre ich vielleicht sogar Trauer oder Wut?

Damit könne man dann arbeiten. Sich überlegen, was man gar nicht mehr möchte und welche Veränderungsprozesse man in die Wege leiten kann, um wieder mehr auf sich selbst und die eignen Bedürfnisse zu achten. Martinez-Löffler: „Es braucht aber auch die Bereitschaft und man muss sich vor allem selbst die Erlaubnis dazu geben.“ Nur so können mögliche selbstschädigende Verhaltensmuster wie etwa übertriebener Perfektionismus und innerer Druck sukzessive gemindert werden. Auch präventiv seien Selbstachtsamkeits-Übungen nötig, um einer Überlastungs-Depressionen oder einem Burnout vorzubeugen.

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