Lachendes baby

So mache ich mein Baby glücklich

Wenn man Mutter oder Vater wird, ist das vor allem beim ersten Kind mit sehr viel Unsicherheiten verbunden. Zusätzlich ist man mit Ratschlägen von ringsum konfrontiert, wie etwa: „Verwöhne dein Baby nicht – lass es auch mal schreien, das stärkt die Lunge.“

Gabriele Schick, Beraterin bei der Frauen- und Familienberatungstelle BASIS, plädiert auf die Intuition der Eltern: „Folgen Sie Ihrem Bauchgefühl und haben Sie vor allem ein offenes Herz für die Bedürfnisse Ihres Babys. Das ist das Wichtigste.“

Die Fürsorge beginne schon während der Schwangerschaft. Aus der entwicklungspsychologischen Forschung wisse man, dass auch schon Ungeborene sehr viel mitbekommen. Stresshormone überschreiten die Plazentaschranke, was bedeutet, dass allzu viel Aufregung der Mutter ungünstig ist. „Auch Schwingungen sind zu spüren. Achten Sie daher in der Schwangerschaft so gut es geht auf einen gesunden, ausgewogenen Lebensstil. Schauen Sie auf sich, gehen Sie zum Beispiel spazieren im Freien, seien Sie achtsam mit sich selbst“, empfiehlt die Beraterin.

Im Grunde sei es dann für eine glückliche Babyzeit ähnlich: „Auch hier gilt es, sich Erholungszeiten zu gönnen und für Unterstützung zu sorgen. Das Baby spürt, wenn die Mutter glücklich ist – das tut ihm gut.“

Im Zusammensein mit dem Neugeborenen empfiehlt die Expertin möglichst viel Nähe, Berührungen und Blickkontakt: „Wenn es geht, tragen Sie Ihr Baby, haben Sie es so viel als möglich bei sich.“

Auch Beschäftigung mit den Allerkleinsten läge schon den ersten Grundstein für die weitere Entwicklung. So könne man etwa beim Wickeln die Beinchen sanft zusammenklopfen und bewegen, Streicheln, den Kopf mal näher bewegen und wieder weiter weg … was immer es auch ist, es fördert die Entwicklung und Bindung.

Auch Babymassagen oder Babyschwimmen wären wundervolle Erlebnisse.

„Lassen Sie das Kleine auch möglichst früh erste Bewegungsabläufe erlernen. Schaffen Sie Anreize für den Greifreflex, legen Sie es auf eine Decke am Boden und lassen Sie es dort strampeln, in weiterer Folge krabbeln und entdecken“, so Schick.

Andererseits sei es aber auch nötig, dann wieder für Ruhe zu sorgen und Reizüberflutung zu vermeiden.

Sollten Sie unsicher im Umgang mit Ihrem Baby sein, so bieten die zahlreichen österreichischen Familienberatungsstellen die Möglichkeit, sich kostenfrei einen Termin für ein Gespräch mit einer Expertin/einem Experten zu vereinbaren.