Unordnung im Zimmer

Meine Partnerin/mein Partner ist ein Messie

Messies sind Menschen, die nichts wegwerfen können, sondern alles, bis hin zu Abfall, in den Wohnräumlichkeiten horten. Carina Griesbaum ist Psychotherapeutin und Familienberaterin bei Ananas: „Zuerst muss man abklären, ob eine Psychopathologie dahintersteckt. Handelt es sich dabei um etwas Zwanghaftes oder ist die oder derjenige einfach ein strukturierter Sammler. Und – wo und ab wann wird es belastend?“

Meist stünde nämlich das Horten von Dingen für etwas anderes. Es könnte etwa inneres Chaos sein, das sich im äußeren Chaos zeigt. Oder man möchte irgendetwas festhalten.

Sollte es in einer Partnerschaft in Sachen Ordnung ein großes Ungleichgewicht geben, könnte das – meist beim Ordnungsliebenden – zum Problem werden.

„Zuallererst wäre es hilfreich, die oder den anderen zu verstehen. Zu hinterfragen, warum immer wieder Unordnung entsteht. Akzeptanz ist Schritt Nummer eins“, so Griesbaum. Denn grundsätzlich dürfe ja jeder für sich entscheiden, was Wohlfühlen zuhause für sie oder ihn bedeutet. Auch ein Kompromiss könne in weiterer Folge zu Unzufriedenheit führen.  Es müsse also bei diesem Thema eine hohe Bereitschaft da sein, eine gemeinsame Lösung zu finden. Eine Möglichkeit könne etwa sein, Zonen in den Wohnräumen oder sogar eigene Räume für jeden zu haben. „Wichtig ist, die Grenzen des anderen zu wahren und es nicht persönlich zu nehmen, wenn etwas nicht sofort so funktioniert, wie man es sich vorstellt. Bewältigungsmechanismen zu finden, anstatt zu sagen: Du liebst mich nicht mehr“, empfiehlt die Beraterin.

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