Frau melancholisch
Frau melancholisch

Lebenskrise 50er?

Fast niemanden lässt es völlig kalt, wenn der 50. Geburtstag naht. Angela Dorn, Familienberaterin bei B7 Arbeit und Leben in Kirchdorf Oberösterreich, kennt die Fragen, die man sich dann stellt, aus ihren Beratungssituationen: „Gesundheit ist fast immer ein Thema. Viele beginnen bewusster auf sich zu achten. Hinterfragt wird die Lebenssituation unter dem Motto: Was möchte ich noch im Leben? Was erfüllt mich, was macht Sinn?“ Oftmals hat man schon Vieles erreicht – die Kinder sind erwachsen, Kredite sind abbezahlt. „Wir sind in Österreich in der privilegierten Situation, zahlreiche Möglichkeiten zu haben. Viele Menschen ergreifen dann die Chance, sich weiterzuentwickeln, fangen eine Aus- oder Weiterbildung an oder versuchen sich in neuen Lebenserfahrungen“, weiß Angela Dorn. 

Manche seien aber auch rund um den 50. Geburtstag ratlos und suchen Unterstützung. „Oftmals ist es nicht ganz einfach. Man wünscht sich Hilfe und Anleitung“, so die Beraterin. Mit einem Profi könne man gemeinsam erarbeiten und erforschen, was Freude bereitet und welche Ressourcen man neu mobilisieren könnte. „Es geht um ein Bewusstmachen dessen, was einem am Herzen liegt. Auch das innere Kind spielt dabei eine Rolle. Was möchte man noch erleben?“ Die Beraterin arbeitet dann mit folgender Methode: „Ich stelle die Frage, wie man sich in fünf Jahren sieht, wenn man das Beste aus der aktuellen Situation gemacht hat. Das holt die Menschen aus dem Problem heraus und bringt sie zu Lösungsansätzen.“ So könne etwas Neues entstehen, man tritt aus der Opferrolle hervor und kann Schritt für Schritt Möglichkeiten durchdenken. „Das Schöne an diesem Alter ist, dass man reich an Lebenserfahrung ist und stolz auf alles sein kann, was man bereits geleistet und bewältigt hat“, macht Angela Dorn Mut, sich auf die eigenen Ressourcen zu besinnen.

Auf diese innere Entdeckungsreise könne man auch gemeinsam mit Freundinnen und Freunden gehen und würde dabei vermutlich auch Inputs und Ratschläge bekommen. Steckt man jedoch über eine längere Zeit fest, rät Dorn zu professioneller Begleitung: „Der Vorteil ist, dass ich als Beraterin nichts weiß. Ich kann nur mit den eigenen individuellen Wahrheiten arbeiten und es gibt keine Bewertungen.“ Man würde miteinander ein Stück des Weges gehen – immer mit der Gewissheit, dass nichts Schlimmes passieren kann.

Kommt es zu zusätzlichen Belastungen wie Arbeitsplatzverlust, Trennungen, gesundheitlichen Einschränkungen oder auch Verlusten durch Tod rät Angela Dorn unbedingt zu professioneller Unterstützung.

Wer sich in dieser Lebensphase begleiten lassen möchte, ist in einer der zahlreichen österreichischen Familienberatungsstellen gut aufgehoben. Vereinbaren Sie kostenfrei ein Beratungsgespräch!