Kindheitserlebnisse, die das spätere Leben beeinträchtigen

Die Kindheit prägt enorm vieles, das dann im Erwachsenenalter spürbar wird, oftmals leider auch negativ – was dann wiederum häufig mittels Therapien behandelt werden muss. Das Thema ist sehr umfassend. Franz Lehner, Journalist und Berater im Männerbüro in Salzburg, versucht jedoch, wichtige Kernpunkte anzusprechen: „Es beginnt schon in der Schwangerschaft. Wenn der Vater den Bauch streichelt und alles in Ruhe verlaufen kann, sind das schon erste positive Erlebnisse. Wird schon in dieser Zeit viel gestritten, auch während der Phase als Baby, kann das das Gegenteil bewirken.“ Der Profi empfiehlt sehr, sobald die Kinder kommunikationsfähig sind, einen sogenannten Familientisch einzuführen. Hier könne man über alle Probleme offen sprechen und schaffe ein Klima, das zeigt, dass nichts so schlimm sein kann, dass man es verbergen müsse. Wenn hier stattdessen Aggression und Dominanz an der Tagesordnung seien, so führe das dazu, dass auch der spätere Erwachsene sich seinen Kindern gegenüber so verhält. „Man muss gemeinsam lachen können und darf aus kleinen Problemen keine Elefanten machen.“

Sehr wichtig ist dem Berater auch das prägende Thema Scheidung, das Kinder sehr traumatisieren könne: „Oftmals wird ein neuer Partner nach einer ohnehin für die Kinder schwierigen Trennung gleich mal mit nach Hause genommen. Das ist sehr schwer verkraftbar.“ Hier rät Lehner, behutsamer vorzugehen und sich erstmals an einem neutralen Ort zu treffen. Auch in einer möglichen Patchworkfamilie können viele Dinge passieren, die den späteren Erwachsenen noch belasten. So spricht der Profi etwa von möglicher Vereinsamung, wenn Kinder durch die neue Beziehung die Mutter ein stückweit verlieren und den Vater vielleicht auch.

Die Dauerbrenner in der falschen Behandlung der Kinder sind Missbrauch, körperliche Gewalt und Aggressionen. Und selbstverständlich noch vielerlei andere, wie auch, wenn Kinder mit Singleeltern aufwachsen, die es sich möglicherweise nicht leisten können, Kindern mit Therapien wie etwa Logopädie zu helfen. So müssen sie oftmals mit Schwächen umgehen lernen, die man mit den nötigen Geldmitteln beheben könnte.

Wer hier Beratung sucht, kann sich zu einem kostenlosen Erstgespräch gerne an eine der österreichischen Familienberatungsstellen wenden