Kinderhand mit Geld

Kinder und das liebe Geld

„Geld soll niemals im Zentrum stehen – man darf ihm nicht zu viel Macht verleihen“, so Helga Preston-Leikauf, Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin und Pädagogin im IBZ-Bruck. Vor allem Kinder sollten laut der Expertin im Tun statt in der Diskussion darüber lernen. Immer wieder kämen Eltern in die Beratungen, um etwa nach der richtigen Höhe des Taschengeldes zu fragen. „Wesentlich ist mit den Kindern klar auszuhandeln, wie sie mit ihrem eigenen Geld umgehen. Also welche Erlebnisse oder Dinge sie selbst finanzieren. Diese Regeln sollten dann konsequent eingehalten werden.“

Preston-Leikauf plädiert, dem Nachwuchs schon möglichst früh ein paar wenige Euro zur eignen Verwendung zur Verfügung zu stellen – dies könne bereits im 4. oder 5. Lebensjahr sein. Mit den Worten: „Das gehört dir und du entscheidest, was du damit machen möchtest.“ So könnten die Jüngsten schon spielerisch den ersten Zugang zu Geld erlangen. Einen Bezug zu dem Thema materieller Wert von Dingen könnten Kinder auch erlangen, wenn sie etwa bei Flohmärkten verkaufen oder lernen zu teilen und zu verzichten.

Wichtig sei auch zu vermitteln, dass ausreichend finanzielle Mittel als Familie zu haben meist mit Zeitaufwand verbunden ist. Wenn Kinder und Jugendliche überzogene Forderungen stellen, sollte man ansprechen, dass die Eltern dafür mehr arbeiten müssten und wesentlich weniger Zeit für die Familie hätten.

Um Erlebnisse, Geschenke, gemeinsame Urlaube mehr schätzen zu können, sei es auch wichtig dessen Wertigkeit zu vermitteln, diese zu limitieren und nicht in überbordendem Maße anzubieten.

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