Kinderhand hält Weihnachtskugel.

Familienfalle Weihnachten

Weihnachten steht für die besinnlichste Zeit des Jahres. Doch die Realität sieht leider oftmals ganz anders aus. Unterschiedliche Generationen und Traditionen treffen aufeinander, was zu großen Konflikten führen kann.

Wie man die Familie doch noch unter einen Hut bringt und den Weihnachtsfrieden erhält, verrät uns Mag.Ilma Moser vom Kinderschutzzentrum Oberes Murtal in der Steiermark.

„Das größte Problem an Weihnachten ist die massive Erwartungshaltung. Über verschiedene Vorstellung und Wünsche wird oftmals nicht gesprochen. Dabei ist es das Wichtigste, im Vorhinein rechtzeitig einen gemeinsamen Plan zu erstellen oder zumindest im Nachhinein zu reflektieren und Wünsche für das nächste Jahr zu diskutieren. Wenn man dies nicht tut, artet das meist in Enttäuschung und Streit aus.“, so Mag. Ilma Moser.

Ein zentraler Stressfaktor für viele Familien ist die Beschäftigung der Kinder am 24. Dezember. Hier sollte man vorher ganz klar besprechen, wie der Tag aussehen wird. So könnte das Kind mit einem Elternteil etwas unternehmen oder man spannt Großeltern beziehungsweise Freunde ein. Ganz wichtig ist eine gleichmäßige Arbeitsaufteilung, in die auch die jüngeren Familienmitglieder miteinbezogen werden können. „Der 24. ist ein besinnlicher Tag, den man genießen sollte. Am besten ist es, soviel wie möglich im Vorhinein zu organisieren und am Tag selbst Prioritäten zu setzen.“, rät unsere Expertin.

Weihnachten besteht aber aus den gesamten Feiertagen und nicht nur aus dem Heiligabend. Wenn man diese aber nicht aktiv plant, kann es durchaus vorkommen, dass das Gemeinsame in den Hintergrund gerät und jeder einzelne seinen Beschäftigungen nachgeht. Wie man die Zeit zusammen nutzt, ist dabei weniger wichtig – Hauptsache als Familie.

 „Man kann ja gemeinsam das neueste Computerspiel ausprobieren, oder einen tollen Weihnachtsfilm ansehen. Jede Familie wird für sich ihre passenden Traditionen finden. Der Weg dorthin ist jedoch leichter, wenn man in Gesprächen klärt, was für jeden wichtig ist. Dabei unbedingt auch die Kleinsten der Familie mit einbeziehen!“, meint Mag. Moser

Jede Familie und jedes Weihnachtsfest sind individuell und man sollte sich nicht von außen unter Druck setzen lassen. Wichtig ist nur, dass man sich gerne an das Weihnachtsfest erinnert und sich schon auf nächstes Jahr freut! Falls es zu Weihnachten zu Konflikten kommt, kann man sich jederzeit an eine Beratungsstelle wenden und sich über Lösungswege informieren.