Geld in Glas
Geld in Glas

Die Covid-19 Krise treibt mich in den finanziellen Ruin …

Die Corona Pandemie führt bei vielen Menschen durch Kurzarbeit, Kündigung und Konkurse zu finanziellen Problemen. Manche trifft es besonders hart und sie stehen vor einem scheinbar unlösbaren Thema. „Existenzängste können zu Gefühlen der Ohnmacht und totaler Hilflosigkeit führen“, weiß Helene Haidl, klinische Psychologin und stellvertretende Leiterin von Psychologischer Dienst und Inklusion in Wien. „Viele haben dann nur mehr das Worst-Case-Szenario vor Augen, also den schlimmst möglichen Fall, und die Sorgen fressen sie scheinbar auf.“ Um in dieser Situation Erleichterung zu erfahre sei es nötig, sich dem Problem zu stellen, nicht die Augen davor zu verschließen und sich damit in Ruhe auseinanderzusetzen. „Dazu braucht es Mut und die richtige Haltung – Planung führt zu Entlastung.“ Neben der Abklärung, welche Unterstützungsmöglichkeiten seitens Hilfsfonds etc. es gibt, könne man auch persönlich viel für sich tun, um der Situation wieder Herr zu werden. Es sei insbesondere notwendig, Ressourcen aufzuspüren und Ideen zu entwickeln, die unterstützen können. Die Expertin versucht dann im Gespräch mit ihren Klientinnen und Klienten sich auf Situationen zu berufen, die im Leben möglicherweise schon ähnlich problematisch waren und gut bewältigt wurden. Beim Aufspüren von Möglichkeiten und Alternativen würde man dann sukzessive aus seiner negativen Gedankenspirale und dem Gefühl der Ohnmacht herauskommen können.

In einer Partnerschaft sei es wichtig, das Thema in Ruhe miteinander durchzusprechen: „Schaffen Sie einen Rahmen für ein gutes Gespräch bei dem jeder seine Sichtweisen aufzeigen kann. Alleine das kann schon zu einer Entschärfung und Entlastung führen“, so Haidl. Wichtig sei dafür, etwaige Störfaktoren auszuschalten und dies auch nicht in den eigenen vier Wänden zu tun: „Das Zuhause ist oft schon problemschwer aufgeladen, außerdem vermeidet man eher eine mögliche Eskalation.“

Für sich ganz persönlich sei es in schwierigen Lebenslagen wie diesen notwendig, sich immer wieder Auszeiten zu nehmen. „Unternehmen Sie Dinge von denen Sie wissen, dass sie Ihnen gut tun. Das ist für den einen eine Meditation, für den anderen Sport, oder Sie probieren etwas ganz Neues aus.“ So könne man das ewige Problemwälzen unterbrechen. Ein ebenfalls guter Weg könne sein, die Situation mit einer Freundin oder einem Freund zu besprechen sich auszusprechen.

Wenn Sie zu diesem Thema eine Expertin/ einen Experten zuziehen möchten, bietet sich eine österreichische Familienberatungsstelle an, wo man kostenfrei einen Gesprächstermin persönlich oder am Telefon vereinbaren kann.