Boshaftigkeiten

Boshaftigkeiten in Partnerschaften

Unterschwellige Missgunst, eifersüchtig machen aus eigener Eifersucht, subtiles Quälen – boshaftes Handeln und Verhalten in Beziehungen kann unterschiedlichste Formen annehmen.
Kerin Stephanides, leitende Geschäftsführung des Kompetenzzentrums Ladybird und diplomierte Lebens- und Sozialberaterin erklärt, dass man damit immer wieder im Kontext von psychischen Erkrankungen zu tun habe. Aber nicht nur das. Oftmals entspringen Boshaftigkeiten einem ganz bewussten Verhalten aufgrund problembehafteter Situationen. Dies kann etwa ein Scheidungsverfahren sein.
Es können aber auch Emotionen sein, die dazu führen, dass man den/die Partner/in quält. Unsicherheiten, Gefühle der Unterlegenheit, aber auch Eifersüchte.“, weiß die Beraterin. Schlimm werde es dann, wenn dem/der Partner/in unterstellt wird, er würde Dinge tun, die dem anderen schaden. „Da geht es um Schuldzuweisungen, die oft nicht beweisbar sind.“ Dies entspringe oft großen existenziellen Ängsten oder auch einer Überforderung. Wenn sich die Anschuldigungen in der Beratung dann als haltlos erweisen, würden die betroffenen Personen oft eine Beratung beenden und zur nächsten Stelle gehen, um die gewünschte Bestätigung zu bekommen.
Oft sei es auch sehr schwierig für die Betroffenen, sich zu wehren, da vieles subtil und unterschwellig ablaufe. Stephanides weiß: „Wenn Personen dann auch noch sehr eskalationswillig sind, kann sich so eine Geschichte sehr lange ziehen.“ Oft sei sehr lange Unterstützung notwendig, um auf einen grünen Zweig zu kommen.
Stephanides rät daher allen Personen, die entweder von Boshaftigkeiten in der Partnerschaft betroffen sind oder jenen, die sich zwanghaft boshaft verhalten, eine Beratungsstelle aufzusuchen. Die Möglichkeit gibt es in ganz Österreich. Die zu ihrem Wohnort näheste Beratungsstelle finden Sie hier auf unserer Plattform in der Suchfunktion.