Mann südländisch

Benachteiligt durch einen ausländischen Namen

Alles, was fremd ist, macht uns Angst, verunsichert und es kommt zu Ablehnung – ein Prozess, der tief in der menschlichen Psyche verankert und daher kaum zu vermeiden ist. So kann es vielen Menschen gehen, wenn sie jemandem begegnen, die oder der vermeintlich aufgrund seines Namens aus einem anderen Kulturkreis kommt.

Jelena Stojanovic, Psychologin und Leiterin in der Beratungsstelle VIELE, hat mit zahlreichen Menschen mit Migrationshintergrund zu tun: „Diskriminierung findet in vielen Lebensbereichen statt, wenn man einen ausländischen Namen trägt. Unabhängig davon, ob man bereits hier geboren ist oder nicht. Das beginnt bei der Wohnungs-, und Jobsuche und betrifft auch Kinder und Jugendliche in Schule und Ausbildung.“

Der Name hat einen starken Einfluss und gehöre - wie auch Aussehen und Kleidung - zu den ersten Eindrücken, die man von einer Person erhält. „Wichtig ist, dass man die erste eigene Reaktion – sollte sie negativ oder vorurteilend sein – wahrnimmt und überprüft. Was bedeutet das für mich und sagt es tatsächlich etwas über den anderen aus?“

Auch Jelena Stojanovic und ihr Ehemann sind auf ablehnende Reaktionen ihnen gegenüber gestoßen. „Mir ist es immer wichtig, dass ich die Menschen darauf anspreche und ehrlich von ihnen höre, was ihr Problem ist. Dann kann man darüber sprechen und es womöglich ausräumen.“ Dies empfiehlt  die Beraterin auch allen Menschen, die mit oder gegen Vorurteile zu kämpfen haben. Nur so hätte man die Chance, zu reflektieren und die mangelnde Sympathie oder sogar Abneigung zu hinterfragen.

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