FAQs
Häufig gestellte Fragen rund um Familienberatung in Österreich.
- Was ist Familienberatung, wer steht dahinter?
- Was sind geförderte Familienberatungsstellen?
- Wer arbeitet bei Familienberatungsstellen? Welche Ausbildung haben die MitarbeiterInnen?
- An wen kann ich mich mit meinen Fragen wenden?
- Kostet die Beratung etwas?
- Wer bezahlt das?
- Muss ich mich für Beratung anmelden?
- Was ist die Info-Hotline des Familienservices?
- Welche Infos finde ich auf dieser Webpage?
- Werden alle Informationen vertraulich behandelt?
Was ist Familienberatung, wer steht dahinter?
Österreich verfügt über ein Netz von über 390 Familienberatungsstellen, die nach dem Familienberatungsförderungsgesetz vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend gefördert werden.
Neben der Beratung in Krisensituationen im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe bieten diese Stellen auch Information und präventive Aufklärungsarbeit an.
Die Förderung der Familienberatungsstellen wurde 1974 als Begleitmaßnahme zur Fristenlösung etabliert. Die Beratungsstellen haben sich seither zu generellen Anlaufstellen in Familien- und Partnerschaftsfragen weiterentwickelt, wie die angeschlossene Beratungsstatistik über die Hauptthemen in der Familienberatung verdeutlicht.
Folgende Beratungsinhalte decken drei Viertel der Beratungsgespräche ab:
- Erziehung, Kinderbetreuung, Schule, Ablösung von Kindern (16%)
- Paarkonflikt, Kommunikation, Rollenverteilung, Sexualität (15%)
- Trennung, Scheidung, Besuchsrecht, Unterhalt (15%)
- Psychische Probleme (11%)
- Gewalt in der Familie, Missbrauch, Misshandlung (9%)
- Schwangerschaft, Empfängnisregelung, Wunschkind (7%)
Geförderte Familienberatungsstellen sind in allen Bezirken Österreichs vorhanden. Auf 22.500 Österreicherinnen und Österreicher kommt derzeit im Durchschnitt eine Familienberatungsstelle. Die Anzahl der Beratungen pro Jahr hat sich von 1988 (200.000) auf 2007 (473.000) mehr als verdoppelt. Ein Beratungsgespräch dauert statistisch gesehen durchschnittlich 45 Minuten.
Im Hinblick auf die praktisch flächendeckende Versorgung mit Familienberatungsstellen, konzentriert sich der Ausbau und die Weiterentwicklung dieser wichtigen Anlaufstellen nunmehr vor allem auf inhaltliche Schwerpunkte und auf die Entwicklung von multifunktionalen Zentren, in denen auch über die Familienberatung hinausgehende Angebote in Anspruch genommen werden können.
Besondere Schwerpunkte werden in der Schwangerschaftsberatung, in der Beratung bei Gewalt in der Familie, bei Scheidungs- und Trennungsfragen, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und in der Beratung von Eltern mit behinderten Kindern gesetzt.
Seit 1998 ist in jedem Bundesland auch eine Familienberatungsstelle eingerichtet, die Partnern, Kindern, Jugendlichen und sonstigen Bezugspersonen (Großeltern, Freund/innen,...) bei "Kontakt" eines Angehörigen, Elternteils oder Partners zu einer sogenannten "Sekte" Hilfestellung geben kann.
Was sind geförderte Familienberatungsstellen?
In Österreich gibt es über 390 Familien- und Partnerberatungsstellen von unterschiedlichsten Trägerorganisationen, die aus dem Budget des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend gefördert werden.
Eine davon ist bestimmt auch in Ihrer Nähe. Alle Ratsuchenden, unabhängig von Alter und Geschlecht sind willkommen – wer immer Probleme hat, Lösungen sucht und sich aussprechen will.
Über Themen wie Familienplanung bzw. Empfängnisregelung, wirtschaftliche und soziale Belange, die werdende Mütter betreffen Fragen, die alleinstehende Mütter/Väter haben, Konflikte durch eine ungewollte Schwangerschaft, rechtliche und soziale Fragen, die in der Familie auftreten können, Fragen zu Sexualität und Partnerschaftsbeziehungen, Psychische Schwierigkeiten oder Generationskonflikte sein.
Die Zeiten für Besuche oder Anrufe sind in den meisten Beratungsstellen so angesetzt, dass sich auch Berufstätige an sie wenden können. Kommen Sie einfach vorbei oder vereinbaren Sie telefonisch einen Termin, es ist immer jemand für Sie da.
Wer arbeitet bei Familienberatungsstellen? Welche Ausbildung haben die MitarbeiterInnen?
In den meisten Beratungsstellen stehen Teams von Spezialist/innen zur Verfügung: Ärzt/innen, Sozialarbeiter/innen, Ehe- und Familienberater/innen, Jurist/innen, Psycholog/innen, Pädagog/innen u.a.
An wen kann ich mich mit meinen Fragen wenden?
Auf unserer Startseite finden Sie eine Suchfunktion, die Ihnen dabei hilft, jene Familienberatungsstelle zu finden, die zu ihrer Fragestellung Rat weiß und die örtlich so gelegen ist, dass sie für Sie gut erreichbar ist. Sie kreuzen in unserer Suchmaske einfach jene Themen an, die für sie interessant sind. Dann erhalten sie eine Liste all jener Beratungsstellen, die zu diesen Themenkreisen Auskunft geben können.
Kostet die Beratung etwas?
Die Beratung ist grundsätzlich kostenlos. Freiwillige Kostenbeiträge werden gerne entgegengenommen, damit das Beratungsangebot insbesondere für jene Personen, die sich keine Kostenbeiträge leisten können, aufrechterhalten werden kann.
Wer bezahlt das?
Für Personalkosten der nach dem Familienberatungsförderungsgesetz anerkannten Familienberatungsstellen werden aus dem Familienlastenausgleichsfonds derzeit jährlich 11,6 Mio € aufgewendet. Damit ist allerdings nur ein Teil der Gesamtkosten der Beratungsstellen abgedeckt. Zur Finanzierung der Gesamtkosten, die jährlich rund 48 Mio € betragen, tragen weiters die Länder rund 24%, Gemeinden 14%, AMS 10%, andere Bundesstellen 8% und Sozialhilfeverbände 2% bei. Aus den freiwilligen Kostenbeiträge können ebenfalls etwa 2% des Gesamtbudgets finanziert werden. Etwa 14 % der Gesamtkosten bringen die Rechsträger der Beratungstellen durch Spenden und Eigenmittel auf.
Muss ich mich für Beratung anmelden?
Um Wartezeiten vor Ort zu vermeiden, ist es ratsam, vor dem Besuch einer Beratungsstelle telefonisch (in den angegebenen Öfnungszeiten) einen Termin zu vereinbaren. Dabei ist es oftmals möglich, individuell auch außerhalb der angegebenen Öffnungszeiten Beratungsgespräche in Anspruch zu nehmen.
In akuten Krisensituationen können Sie sich auch ohne Voranmeldung direkt zu den angegebenen Öffnungszeiten an die Beratungsstellen wenden. Wartezeiten können dann allerdings nicht ausgeschlossen werden.
Was ist die Info-Hotline des Familienservices?
Das Familienservice ist eine Informationsstelle des Ministeriums zu allen Fragen rund um die Familie.
Unser Team informiert über:
- Kinderbetreuungsgeld
- Familienbeihilfe
- Mehrkindzuschlag
- Wochengeld, Betriebshilfe
- Mutter-Kind-Pass
- Nachweis der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen
- Schüler- & Lehrlingsfreifahrten
- Schwangerschaft, Geburt und Baby
Wir geben Auskunft bei finanziellen Problemen und bieten psychologische Beratung in Erziehungsfragen und bei Partnerschaftsproblemen.
Wir informieren bezüglich Elternbildung.
Wir beraten in familienrechtlichen Angelegenheiten etwa bei Fragen zum Ehe-, Scheidungs-, Sorge- und Besuchsrecht.
Die BeraterInnen der Servicehotline informieren Sie unbürokratisch und kompetent. Ihr Anruf ist kostenlos und selbstverständlich können Sie auch anonym bleiben.
Unter der Nulltarifnummer 0800 240 262 sind wir Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 15.00 Uhr und Freitag von 8:00 bis 12:00 für Sie da.
Welche Infos finde ich auf dieser Webpage?
Sie finden einerseits eine vollständige Auflistung aller geförderten Familienberatungssstellen in Österreich, die Sie mittels Suchfunktion auf Ihre Fragestellungen spezifiziert finden können. Siehe Frage: „An wen kann ich mich mit meinen Fragen wenden?“
Außerdem bieten wir Ihnen mittels der Hauptnavigationspunkte schnelle erste Hilfe an, indem wir wichtige Links und Broschüren zu Ihrer speziellen Fragestellung zusammengestellt haben. Sie können auch mittels Volltextsuche jene Textstellen finden, die für Sie relevant sind.
Werden alle Informationen vertraulich behandelt?
Jede/r Besucher/in hat das Recht anonym zu bleiben und alle Berater/innen sind zur strengsten Verschwiegenheit nach dem Psychotherapiegesetz verpflichtet.
